Weihnachtsgeschäft: Mobilfunker hoffen auf UMTS und Vertragsverlängerungen

29. Dezember 2004, 10:50
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Kunden haben "gelernt" - Neukunden im Wertkartenbereich spielen große Rolle

"Alle Jahre wieder" lockt die Mobilfunkbranche zu Weihnachten mit besonderen Handy- und Tarif-Angeboten – der WebStandard berichtet

"UMTS spielt heuer eine große Rolle, wir erwarten einen kräftigen Schub"

Während sich Kamerahandys mit Farbdisplays bereits seit längerem großer Beliebtheit erfreuen, versuchen einige Betreiber, den Fokus zu Weihnachten stärker auf die dritten Mobilfunktechnologie UMTS zu legen. Neben UMTS-Telefonen wollen die Handynetzbetreiber auch UMTS-Steckkarten für Laptops an den Mann bringen.

"UMTS spielt heuer eine große Rolle, wir erwarten einen kräftigen Schub", sagte Mobilkom-Sprecherin Elisabeth Mattes am Dienstag zur APA. Allein beim Marktführer dürften im Weihnachtsgeschäft einige Tausend UMTS-Handys über den Ladentisch gehen. "UMTS ist noch immer ein Minderheitenthema", meint hingegen T-Mobile Austria-Sprecherin Manuela Bruck. Der Grund dafür: UMTS-Handys hinken hinsichtlich Gewicht, Akkuleistung und Preis den herkömmlichen GPRS-Handys noch immer hinterher.

Kunden haben "gelernt"

Das Weihnachtsgeschäft habe auch heuer wieder einen "hohen Stellenwert" für die Branche, da die Kunden "gelernt" hätten, dass es da die besten Angebote gebe, meint Bruck. Eine große Rolle spielen Vertragsverlängerungen, "wo man sich selbst beschenkt". Neukunden würden zu Weihnachten vor allem im Wertkartenbereich gewonnen, wo etwa neue Familienmitglieder in die Handygemeinde aufgenommen würden.

UMTS-Handys gibt's um 0 Euro

Neben Gratis-Handys – sogar UMTS-Handys gibt's um 0 Euro – bieten Mobilkom, T-Mobile, One, tele.ring und Huchison ("3") – in den Weihnachts-Aktionen besonders günstige Tarife für Vertrags- und Wertkartenkunden, Gesprächsgutschriften und Freiminuten. Auch mit dem Entfall der sonst üblichen Aktivierungsgebühr von 40 Euro bei bestimmten Anmeldezeiträumen wird geworben.

Spam-SMS

Mit einer Spam-SMS zu kämpfen hatte hingegen der viertgrößte Netzbetreiber tele.ring. Urheber des elektronischen "Kettenbriefs", der seit Ende November kursierte und tele.ring-Kunden 99 Gratis-SMS versprach, war ein 19-jähriger tele.ring-Kunde, der sich einen Scherz erlauben wollte. tele.ring prüfe rechtliche Schritte gegen den Initiator der SMS, hieß es kürzlich in einer Pressemitteilung. (APA)

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