Neue Kollektivverträge für Angestellte im Gewerbe

22. Dezember 2004, 11:35
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Gehälter im Metallgewerbe steigen um 2,5 Prozent, im Nichtmetallgewerbe um 2,0 Prozent - Arbeitszeitverkürzung bei Leiharbeitern

Wien - Auf einen neuen Kollektivvertrag für die rund 40.000 Angestellten im Metallgewerbe haben sich die Sozialpartner nun geeinigt. Die Ist-Gehälter werden um 2,5 Prozent angehoben, die Mindestgehälter um 2,4 Prozent. Der neuer Kollektivvertrag tritt per 1.1.2005 in Kraft und läuft ein Jahr.

Die endgültige Zustimmung der Bundesinnung der Elektro-, Alarmanlagentechnik und der Kommunikationselektronik stehen noch aus, teilen die Sozialpartner am Dienstag mit.

Schlechte Stimmung im Metallgewerbe

Schlechte Stimmung herrscht derzeit im Metallgewerbe. Die Sozialpartner haben sich zwar am 19. November auf eine Erhöhung der Mindest- und der Ist-Löhne um jeweils 2,5 Prozent geeinigt, die Innung der Elektro- und Alarmanlagentechnik und Kommunikationselektronik mit 31.000 Beschäftigten will sich aber diesem Abschluss nicht anschließen.

Aus diesem Grund hat die Metallergewerkschaft mit der betroffenen Innung für den 13. Dezember einen Verhandlungstermin vereinbart. Insgesamt beschäftigt das Metallgewerbe 108.000 Beschäftigte in rund 15.000 Unternehmen.

Auf einen neuen Kollektivvertrag einigten sich kürzlich auch die Sozialpartner für rund 90.000 Angestellte im Nichtmetallgewerbe. Die Mindestlöhne werden per 1. Jänner 2005 für die niedrigen und mittleren Verwendungsgruppen um 2,0 Prozent und für die höchsten Verwendungsgruppen um 1,9 Prozent steigen.

Call Shops miteinbezogen

Weiters wurde der relativ neue Bereich Call Shops in den kollektivvertraglichen Geltungsbereich einbezogen. Dies führe zur arbeits- und sozialrechtlichen Sicherheit der betroffenen Angestellten, so die Sozialpartner nach der Einigung.

Für den Bereich der Angestellten bei Arbeitskräfteüberlassern tritt die bereits im Vorjahr vereinbarte zweite Etappe der Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 40 auf 38,5 Stunden in Kraft. (APA)

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