Verbund wälzt Investitionspläne

7. Dezember 2004, 12:25
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Finanzvorstand: Lange Zeit gebundene Hände "vielleicht ein Glück" - Thema Cross Border-Leasing in USA vorbei

New York - Die Verbundgesellschaft hat in den vergangenen Jahren ihren Schuldenabbau vorangetrieben. Für Akquisitionen hingegen konnte sich der Konzern kaum rühren, "heute ist das vielleicht ein Glück", meint Finanzvorstand Michael Pistauer im Rückblick.

Heute sei man aber sehr wohl an Investitionen und Akquisitionen interessiert. Laut Pistauer könnten dafür unter den Nachbarländern vor allem Slowenien, aber auch Deutschland interessant sein. Und wenn sich eine "vernünftige Möglichkeit" biete, auch Österreich.

"Steiermark und Kärnten, das bleibt für uns interessant", sagte Pistauer am Rande einer Investorenkonferenz in New York vor österreichischen Journalisten. In der Steiermark hat der Verbund wiederholt an der Übernahme von Anteilen an der Estag Interesse gezeigt, laut Pistauer ist dort freilich auch noch offen, wie sich die Electricite de France (EdF) entscheide.

"Zusammenschlüsse sind immer schwierig"

Was die von Kärnten ins Gespräch gebrachte Allianz zwischen Kelag und Estag betrifft, so gibt Pistauer dazu zu bedenken, "Zusammenschlüsse sind immer schwierig".

In den Investorengesprächen in USA sei die ÖSL kein Thema, sagte Pistauer weiter, Hier werde durchwegs konzediert, dass der Verbund in der europäischen Stromlandschaft extrem gut aufgestellt sei. Dass der Konzern mit derart günstigen Produktionskapazitäten operiere, mache diese Kapazitäten angesichts steigender Energiepreise zu einem weiteren Asset.

Die Verbundgesellschaft hat seit langem eine gute Handvoll Kraftwerke im Gesamtwert von einigen Milliarden Dollar in Cross-Border-Leasing-Projekten verankert. In den USA sei das Thema Cross Border Leasing mittlerweile vorbei, sagte Pistauer in New York. (APA)

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