Führerschein: Fahrsicherheitstraining wird vernachlässigt

15. Dezember 2004, 09:23
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Jeder fünfte junge Führerscheinbesitzer halte die vorgeschriebenen Fristen nicht ein

Versäumnisse bei der Führerscheinausbildung orten sowohl der ARBÖ als auch der ÖAMTC: Jeder fünfte junge Führerscheinbesitzer halte bei der Mehrphasen-Fahrausbildung die vorgeschriebenen Fristen zwischen den Ausbildungsstufen nicht ein und zögere Fahrsicherheitstraining und Feedback-Fahrten hinaus, berichten die Clubs in Aussendungen.

Gesetz zum Mehrphasenführerschein seit fast zwei Jahren in Kraft

Von rund 60.000 Führerscheinneulingen, die heuer die zweite Ausbildungsphase - die Fahrsicherheitstrainings - absolvieren sollten, sind etwa 10.000 noch säumig, so die Statistik des ÖAMTC. Der Mehrphasenführerschein ist seit 1. Jänner 2003 in Kraft. Dabei vorgesehen sind drei Ausbildungsphasen: Im Zeitraum von zwei bis vier Monaten müssen zwei Perfektionsfahrten und ein Fahrsicherheitstraining zwischen drei und neun Monaten absolviert werden. Wer 20 Monate nach Ablegung der Führerscheinprüfung nicht alle Module absolviert hat, verliert seinen Führerschein endgültig, warnen die Clubs. "Fünf bis sechs von 12 Teilnehmern an unseren Fahrsicherheitskursen kommen erst, nachdem sie von der Behörde erstmals gemahnt wurden", stellt Herbert Hübner, Geschäftsführer des ARBÖ-Wien fest. (APA/red)

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