Microsoft: Die Krux mit den Updates

26. Dezember 2004, 13:28
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Noch zwei Jahre Support für NT4, aber kostenpflichtig - Kein weiteres Service Pack für Windows 2000 - Support-Ende für Windows XP

Neue Software einzuspielen gehört zu den unangenehmsten Aufgaben in der IT-Branche. Um so mehr, wenn unternehmenskritische Funktionen wie der Dateiserver oder das E-Mail System betroffen sind - zu viel kann schief gehen. Für Betreiber eines Windows NT 4 Servers gibt es nun von Microsoft eine "teure" Schonfrist von zwei Jahren. Auch für Anwender von Windows 2000 und Windows XP ohne Service Pack gab es aus Redmond, wo die Firma ihren Sitz hat, in jüngster Zeit nur schlechte Neuigkeiten.

Rettungsring

Wer noch immer auf Windows NT 4 Server setzt und diesen nicht bis Ende des Jahres austauschen kann oder will, dem bietet Microsoft nun noch einen letzten Rettungsring an - der WebStandard berichtete. Das Unternehmen verlängert den Support für das Ende des Jahres auslaufende Produkt nochmals um zwei Jahre. Dies allerdings nur im Rahmen eines kostenpflichtigen Programms, wie es auch schon für die Windows NT Workstation Version existiert. Damit soll, so Microsoft, den Unternehmen nochmals Zeit gegeben werden, auf die neuesten Windows Produkte, wie etwa den Windows Server 2003, zu wechseln.

Eher beunruhigende Nachrichten

Eher beunruhigende Nachrichten gibt es hingegen für die Anwender von Windows 2000. Hierfür will Microsoft kein neues Service Pack (SP) mehr herausbringen. Das Unternehmen will nur die bereits bestehenden Sicherheitsupdates in einem so genannten Update Rollup, das auf dem Service Pack 4 aufsetzt, zusammenfassen, um deren Installation zu vereinfachen. Auf Sicherheitsfeatures wie PopUp-Blocker oder eine verbesserte Firewall, wie sie das XP SP2 bietet, werden Windows 2000 Anwender wohl vergeblich warten. Kostenlose Sicherheitsupdates gibt es für den Windows 2000 Server noch bis 31. März 2007, den so genannten Extended Support noch bis 30. Juni 2010.

XP ohne Servce Pack

Schlechte Zeiten auch für jene PC-Anwender, die Windows XP einsetzen und nicht das Service Pack 1 oder 2 installiert haben. Auf der Windows Update Seite kündigt Microsoft mittlerweile die Unterstützung für Windows XP RTM auf. Die Warnung sollten nur Anwender zu Gesicht bekommen, die kein Service Pack, also die RTM-Version ("Ready to manufacture" - "Fertig für die Produktion") von Windows XP einsetzen. Tatsächlich dürfte Microsoft nach den eigenen Regeln seit Ende August keine Updates für das RTM XP mehr herausbringen, da diese nur für zwei Jahre nach Erscheinen des ersten Service Packs zugesichert werden.

Keine Ruhe

Aber auch in den IT-Abteilungen der Unternehmen kehrt mit dem Jahreswechsel keine Ruhe ein. Nächstes Jahr fällt Microsofts Mailserver Exchange 5.5 aus dem Support - wie Windows NT 4 Server ein Produkt, das noch bei vielen Unternehmen im Einsatz ist. (Von Martin Leyrer/APA)

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