Konfliktparteien vereinbaren Zeitplan für Entwaffnung

24. Mai 2005, 10:41
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Artillerie und Panzer sollen ab Donnerstag zurückgezogen werden

Bouake - Armee und Rebellen im Bürgerkriegsland Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) haben sich am Samstag auf einen Zeitplan für die Entwaffnung geeinigt. Außerdem vereinbarten beide Seiten den Abzug der schweren Waffen von der Front ab kommenden Donnerstag, wie die Bürgerkriegsparteien mitteilten.

Die Entwaffnung und Wiedereingliederung der Kämpfer in das zivile Leben solle vom 14. Mai bis 31. Juli "gemäß den technischen und finanziellen Einschränkungen" stattfinden. Die Einzelheiten sollen bei weiteren Treffen geklärt werden.

Unter südafrikanischer Vermittlung hatten sich die Konfliktparteien nach zweieinhalb Jahren Bürgerkrieg Anfang April auf ein sofortiges Ende der Kämpfe geeinigt. Die Rebellen sollen dem Abkommen zufolge in eine Regierung der Nationalen Einheit aufgenommen werden, die für den Herbst Präsidentschaftswahlen vorbereiten soll.

Die ehemalige französische Kolonie ist seit einem gescheiterten Putsch gegen Präsident Laurent Gbagbo im September 2002 in den von der Regierung gehaltenen Süden und den von den Rebellen kontrollierten Norden geteilt. Französisches Militär und UN-Einheiten bewachen eine Pufferzone in der Landesmitte. (APA)

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    Thabo Mbeki mit Laurent Gbagbo in Abidjan

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