CDU-Mitglieder türkischer Herkunft wollen Bundesorganisation

8. Dezember 2004, 14:00
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Startschuss für Deutsch-Türkische Union - Mehr Islam-Unterricht gewünscht

Düsseldorf - CDU-Mitglieder türkischer Herkunft haben auf dem Parteitag in Düsseldorf den Startschuss für eine bundesweite "Deutsch-Türkische Union" (DTU) gegeben. "Die Diskussionen über Integration laufen, aber es beteiligen sich zu wenig Zuwanderergruppen", sagte Gründungsmitglied Bülent Arslan am Montag. Auf dem CDU-Parteitag wurden Unterschriften für die Gründung der neuen Organisation gesammelt.

Seit sechs Jahren gebe es laut Arslan in Nordrhein-Westfalen ein Deutsch-Türkisches Forum, das jetzt auf Bundesebene ausgeweitet werden soll. Im Frühjahr 2005 soll es eine offizielle Gründungsversammlung der DTU in Berlin geben.

Verstärkter Islamunterricht

Es solle zukünftig verstärkt Islamunterricht an deutschen Schulen gegeben werden, sagte Arslan, der Mitglied im nordrhein-westfälischen Landesvorstand ist. Dieser solle an den evangelischen und katholischen Religionsunterricht angelehnt werden.

Die DTU spricht sich für EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei aus. Jedoch müsse der Türkei deutlich gemacht werden, dass die Verhandlungen zehn bis 15 Jahre dauern könnten, sagte Arslan weiter. Hätte sich bis dahin die Türkei nicht ausreichend weiter entwickelt, könne auch eine privilegierte Partnerschaft in Frage kommen, wie sie der Großteil der Union fordert. (APA)

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