Chronologie: Anschläge gegen westliche Ziele in Saudiarabien

9. Dezember 2004, 11:49
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Hass auf den Westen führt zu zahlreichen Angriffen und Geiselnahmen

Riad -

1996

26. Juni: Bei der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Lkw vor dem US-Stützpunkt in Dhahran sterben 19 Angehörige der US-Luftwaffe. 500 Menschen werden verletzt.

2003

12. Mai: Bei einer Anschlagsserie auf Wohnanlagen für westliche Ausländer in Riad werden 35 Menschen getötet, unter ihnen neun US-Bürger. Etwa 200 Menschen werden verletzt. Die Tat wird dem Al-Kaida-Netzwerk von Osama bin Laden angelastet.

8. November: Bei einem weiteren Selbstmordanschlag auf eine Wohnanlage in Riad werden 17 Menschen getötet. Die meisten von ihnen stammten aus dem arabischen Ausland. 122 Menschen werden verletzt. Zu der Tat bekennt sich Al Kaida.

2004

1. Mai: Bewaffnete töten beim Überfall auf das Büro eines internationalen Unternehmens in der Stadt Janbu sechs Ausländer aus den USA, Großbritannien, Australien und Kanada. Beim anschließenden Schusswechsel mit der Polizei sterben die vier Täter und einer der Sicherheitskräfte.

22. Mai: Ein deutscher Mitarbeiter der Fluggesellschaft Saudi Arabian Airlines wird in Riad auf offener Straße erschossen.

29. Mai: Bewaffnete überfallen Einrichtungen von Ölfirmen und eine Ausländerwohnanlage in der Stadt El Chobar und nehmen mehrere Ausländer als Geiseln. Am Vormittag des 30. Mai stürmen Spezialeinheiten der Polizei die Wohnanlage und befreien die überlebenden Geiseln. Nach offiziellen Angaben sterben 22 Menschen, unter ihnen viele Ausländer. El Kaida bekennt sich zu der Tat.

6. Dezember: Bewaffnete Männer stürmen das US-Konsulat in der Stadt Jeddah (Dschidda) und nehmen dort mehrere Beschäftigte als Geiseln. Bei der Beendigung der Besetzung durch die Polizei werden drei der Angreifer, fünf Konsulatsmitarbeiter und vier Sicherheitskräfte getötet. (APA)

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