EU soll Preispolitik von Apples "iTunes" prüfen

30. Dezember 2004, 13:49
19 Postings

Preisunterschiede zwischen EU-Ländern nicht ungewöhnlich

Die Europäische Kommission soll über eine Beschwerde britischer Internet-Nutzer gegen Apples Online-Musikshop iTunes entscheiden. Die britische Wettbewerbsbehörde OFT hat die Beschwerde des Verbraucherverbands Which? zuständigkeitshalber nach Brüssel weiter geleitet.

20 Prozent mehr

Die Verbraucherschützer werfen iTunes vor, von seinen Kunden in Großbritannien 20 Prozent mehr Geld zu verlangen als in Deutschland oder Frankreich. Damit verstoße der Computerhersteller gegen das europäische Recht der Gleichbehandlung von Verbrauchern in Großbritannien und anderen EU-Mitgliedsstaaten, so der Vorwurf.

"Der Binnenmarkt sollte hier genauso funktionieren wie auf anderen Märkten."

Im Internet-Shop iTunes kann man sich Musik herunterladen. "Der Online-Musikmarkt ist ein großes Wachstumsgebiet", sagte Phil Evans von Which?. "Der Binnenmarkt sollte hier genauso funktionieren wie auf anderen Märkten." Doch während deutsche oder französische Verbraucher nur 99 Cent für das Herunterladen eines Titels bezahlen müssten, seien die Briten erst für 120 Cent mit dabei.

Preisunterschiede zwischen EU-Ländern nicht ungewöhnlich

Nach einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur PA argumentiert Apple, dass Preisunterschiede zwischen EU-Ländern nicht ungewöhnlich seien. Es gebe durchaus unterschiedliche "Wirtschaftsmodelle" innerhalb der Union, und diese bestimmten zum Teil auch die Preise.(APA/dpa)

Share if you care.