Kronehit darf bundesweites Privatradio machen

7. Februar 2005, 17:52
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Medienbehörde erteilte neue Zulassung ohne regionale Auflagen an den Radioverbund von "Kronen Zeitung" und "Kurier"

Der Radioverbund von "Kronen Zeitung" und "Kurier" darf österreichweites Programm machen. Die Medienbehörde erteilte Kronehit am Montag die erste bundesweite Radiolizenz. Mit Jahreswechsel soll es losgehen.

Schon Mitte 2001 trat das Programm mit dem Anspruch an, österreichweit zu senden. Rund ein Dutzend Regional- und Lokalradios sammelten die Mediaprintblätter dafür zusammen. Der Nachteil: All diese Sender hatten sich in ihren Bewerbungen zu Programmelementen über ihre Einzugsgebiete verpflichtet.

Seit Sommer 2004 können Radios, die zusammen mehr als 60 Prozent der Österreicher erreichen, ihre Lizenzen zurückgeben und bekommen dafür eine bundesweite Lizenz ohne lokale oder regionale Auflagen. Bis zu rund 180 Menschen arbeiteten für das Programm. Nun nur noch etwa ein Drittel davon.

"Auf Augenhöhe" mit den ORF-Radios

Den ORF-Radios, insbesondere Ö3, will Kronehit-Manager Ernst Swoboda damit künftig "auf Augenhöhe" begegnen. Vorerst rein technisch: Laut Radiotest hörten im ersten Halbjahr 2004 40 Prozent der Österreicher ab zehn Jahren Ö3 und 4,3 Prozent Kronehit.

Kronehit deckt Wien und Niederösterreich ab, dazu kommen Standorte im Burgenland, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Kärnten und Steiermark. Bregenz kommt dazu.

Die Grazer Lizenz drohte Kronehit nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes zu verlieren. Donnerstag soll der Nationalrat dem mit einer Gesetzesänderung vorbeugen. (fid/DER STANDARD, Printausgabe, 7.12.2004)

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