"Ehrenamt" aufwerten

9. Dezember 2004, 08:03
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Katholische Frauenbewegung fordert Anrechnung unbezahlter Arbeit auf Pension und Steuerabsetzbetrag

Wien - Die Katholische Frauenbewegung Österreichs setzt sich für eine Aufwertung und Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeiten ein. Anläßlich des "Internationalen Tages der Freiwilligen" am 5.Dezember appellierte die kfbö an die Bundesregierung, Rahmenbedingungen zu verwirklichen, die freiwilliges Engagement unterstützen und fördern. So sollte ehrenamtliche Arbeit auf die Pension angerechnet werden und einen Steuerabsetzbetrag bewirken. Die kfbö fordert die rasche Umsetzung der angekündigten Zertifikation freiwilliger, ehrenamtlicher Leistungen. Für diese Tätigkeiten sollte auch eine Freistellung im Rahmen der Erwerbstätigkeit möglich sein.

Staat nicht aus sozialer Verantwortung nehmen

"Ehrungen und Galaempfänge seitens der Regierung genügen nicht, um unbezahlte und für den Zusammenhalt der Gesellschaft unersetzliche Arbeit zu würdigen", betonte die Katholische Frauenbewegung in einer Aussendung. Sie bedauert, dass drei Jahre nach der Verabschiedung des "Freiwilligen Manifestes" noch immer über eine gültige Definition von freiwilliger, ehrenamtlicher Arbeit diskutiert wird und nur Empfehlungen für ein Aktionsprogramm vorliegen. Außerdem warnt die kfbö vor einer Engführung freiwilliger ehrenamtlicher Tätigkeiten auf soziale Hilfsdienste. Entschieden wendet sie sich gegen alle Tendenzen, die den Staat und die Körperschaften aus ihren sozialen Verpflichtungen entlassen und der Schaffung von bezahlten Arbeitsplätzen durch freiwillige, ehrenamtliche Arbeit entgegenwirken. (red)

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