Dylan: "Wollte lieber Elvis sein als der Prophet"

13. Dezember 2004, 20:51
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Musiker hat sich nie als Sprecher seiner Generation verstanden und wehrt sich bis heute gegen Bezeichnungen wie "Retter" und "Prophet"

New York - Folkrock-Legende Bob Dylan (63) hat sich nie als Sprecher seiner Generation verstanden, auch wenn er von vielen in den sechziger Jahren so gesehen wurde. "Sie sagten: 'Du bist der Prophet. Du bist der Retter.' Ich wollte nie ein Prophet oder ein Retter werden. Eher schon Elvis. Ich konnte mir vorstellen, wie er zu werden", sagte der Musiker am Sonntag in seinem ersten US-Fernsehinterview seit 19 Jahren.

Er habe sich fast wie ein Hochstapler gefühlt. "Es ist, als sei man in einer Edgar Allan Poe-Geschichte. Du bist einfach nicht der, für den dich alle halten", sagte Dylan. "Wenn Sie sich meine Songtexte anschauen, dann glaube ich nicht, dass sie darin irgendetwas finden werden, aus dem hervorgeht, dass ich mich zum Sprecher für irgendwen oder irgendetwas mache, wirklich nicht." (APA/dpa)

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