Japan: Weltkongress der Gewerkschaften eröffnet

13. Dezember 2004, 12:06
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"Globalisierung gerechter gestalten" - Durchsetzung von Frauenrechten als eine der Hauptziele

Miyazaki - Im japanischen Miyazaki ist am Sonntag der Weltkongress der Gewerkschaften eröffnet worden. "Das heutige Modell der Globalisierung ist unausgewogen und nicht nachhaltig. Wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen die Globalisierung in anderer Weise gestalten", sagte der aus Sambia stammende Präsident des "Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften" (IBFG), Fackson Shamenda, bei der Eröffnung.

Hauptziele

Das Motto des weltweiten Kongresses lautet: "Solidarität globalisieren" und "Eine globale Gewerkschaftsbewegung für die Zukunft bauen". Der IBFG hat 234 Mitgliederorganisationen in 152 Ländern und Hoheitsgebieten und vertritt rund 148 Millionen ArbeitnehmerInnen. Er ist das bedeutendste Gewerkschaftsgremium der Welt. Zu den wichtigsten Schwerpunkten der Arbeit des IBFG zählen die weltweite Durchsetzung der Menschen- und Gewerkschaftsrechte, die Gleichstellung der Frauen und die Abschaffung der Kinderarbeit, hieß es in der Aussendung.

Österreichische Vertretung

Der ÖGB ist mit einer achtköpfigen Delegation mit Präsident Verzetnitsch an der Spitze vertreten. Verzetnitsch betonte am Sonntag nach der Eröffnung, wichtigstes Ziel des Weltkongresses sei der Zusammenschluss aller gewerkschaftlichen Organisationen weltweit. "Die Gewerkschaften müssen international mit einer Stimme auftreten", betonte Verzetnitsch. Auch "auf der anderen Seite" habe man es immer mit einem Partner zu tun, der "mit einer Stimme spricht", wie etwa die Weltbank, der Internationale Währungsfonds oder die UNO. Klares Ziel sei es also, alle gewerkschaftlichen Bewegungen weltweit in eine einzige Organisation zusammenzuführen. (APA)

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