ÖAMTC-Crash-Test: Keine Explosionsgefahr bei Erdgas-Auto

10. Dezember 2004, 21:47
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Auch bei Brandversuch gab es keinen Tadel für die Sicherheitsvorkehrungen

Wien - Bei einem Unfall mit einem erdgasbetriebenen Auto wie dem Opel Zafir CNG bestehe keine Explosionsgefahr - das ergab ein vom ÖAMTC durchgeführter Crash-Test, bei dem das Fahrzeug mit 64 km/h gegen eine Barriere fuhr. "Erdgasautos weisen im Unfallverhalten keine Nachteile gegenüber herkömmlich mit Diesel oder Benzin betriebenen Fahrzeugen auf. Bei einem Crash braucht niemand Angst zu haben, dass das Fahrzeug explodiert", resümierte ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang.

Der getestete Opel Zafira hat nach EuroNCAP-Kriterien 9 von 16 Punkten bei der Frontsicherheit erreicht. Die Benzin-Version des Opel kam bei einem früheren Crashtest-Versuch auf 10 Punkte. Der eine Punkt Unterschied erklärt sich dadurch, so der ÖAMTC in einer Aussendung am Montag, dass der Erdgas-Opel schwerer ist und sich dadurch die Fahrgastzelle bei einem Crash stärker deformiert.

Durch Metallkäfig gut geschützt

Die unter dem Opel Zafira CNG befindlichen Gasflaschen werden durch einen robust gebauten Metallkäfig gut geschützt. Sogar das Leitungssystem im Crash-Bereich ist auf dem ÖAMTC-Prüfstand dichtgeblieben. Lang: "Eine mit Stickstoff durchgeführte Dichtheitsprüfung ergab, dass das gesamte System auch nach dem Frontalaufprall keine Lecks aufgewiesen hat. Es habe keinen Gasaustritt zu verzeichnen gegeben.

Auch bei einem nach dem herkömmlichen Crashtest durchgeführten Brandversuch, gab es keinen Tadel für die Sicherheitsvorkehrungen am Erdgassystem. Das Fahrzeug wurde dabei im hinteren Bereich unterfeuert, um einen Brandfall nachzustellen. Nach wenigen Minuten verhinderten die Schmelzsicherungen an den Flaschen ein unkontrolliertes Entweichen des Gases. Das Gas konnte kontrolliert abbrennen, so der ÖAMTC. Es bestand zu keiner Zeit ein Explosionsrisiko.(APA)

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