Was Anleger unbedingt wissen sollten

22. Dezember 2004, 11:33
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Neues Nachschlagewerk für Anleger und Berater: Haftung ist auch ohne Schaden relevant

Wer Schaden hat, hat meistens auch noch eine wesentliche Beeinträchtigung der Lebensqualität und - wenn um das Recht gestritten wird, hohe Anlaufkosten auf dem Gerichtsweg. Dass sich die Berater und Vermittler bei Anlageentscheidungen im Schadensfall nicht bloß auf die "Selbstverantwortlichkeit mündiger Anleger" zurückziehen können, zeigen die Entscheidungen des Obersten Gerichtshof zum Thema.

Allerdings müssen Anleger ein paar Grundsätze einhalten, um erfolgreich um ihr Recht und ihr Geld streiten zu können. Dazu gehört etwa eine schriftliche Dokumentation des Beratungsvorganges und Kenntnis der Pflichten ihrer Berater.

Tipps für den Krisenfall

Christian Winternitz und Lukas Aigner, Rechtsanwälte in der Wiener Kanzlei Kraft & Winternitz, haben die gesetzlichen Grundlagen zum Thema (Schadenersatzrecht) studiert, informieren über Wohlverhaltensregeln und geben Tipps im Krisenfall.

Ausgehend vom Wertpapieraufsichtsgesetz und den bisher ergangenen Urteilen erhält auch die "andere Seite", die Berater, gesammeltes Wissen, das für Fehlerquellen in ihrer Arbeit sensibilisiert.

Fazit: Sehr gut als hochwertiges Info- und Nachschlagewerk für Anleger und Berater, grafisch anstrengend und eine Herausforderung. (DER STANDARD Printausgabe, 06.12.2004)

Christian Winternitz und Lukas Aigner, Die Haftung des Anlageberaters für fehlerhafte Beratung, LexisNexis, 26 Euro
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