Niederösterreich: Millionenschaden durch Brand auf Deponie

8. Dezember 2004, 21:58
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Abfallentsorgung sei durch Feuer nicht gefährdet

Auf dem Gelände einer Mülldeponie der NÖ Umweltschutzanstalt (NUA) in Hohenruppersdorf (Bezirk Gänserndorf) hat ein Brand einen Sachschaden von mehreren Millionen Euro angerichtet. 16 Feuerwehren aus dem ganzen Bezirk mussten mit 230 Einsatzkräften ausrücken, um mehrere hundert Tonnen in Flammen stehenden Abfall zu löschen, berichtete die Sicherheitsdirektion. Die Abwicklung der kommunalen Abfallentsorgung in Niederösterreich sei durch den Vorfall nicht gefährdet, betonte die NUA.

Am Samstag gegen 16.00 Uhr waren Abfälle in der Altstoffhalle in Brand geraten. Bauteile und Maschinen wurden vollständig vernichtet. Für die Bevölkerung und die Umwelt habe keine Gefahr bestanden, hieß es seitens der NUA. In der betroffenen Halle seien keine Problemstoffe gelagert worden. Die benachbarte Deponie sei zu keiner Zeit betroffen gewesen.

In der etwa 2.000 Quadratmeter großen Halle auf dem Gelände waren einige hundert Tonnen Rest- und Sperrmüll sowie Altpapier und Altstoffe zwischengelagert, dort brach der Brand aus. Trotz sofortiger Alarmierung der Feuerwehren über die automatische Brandmeldeanlage konnten Hallen und Maschinen nicht mehr gerettet werden.

Die Löscharbeiten dauerten etwa zehn Stunden. Reste des schwelenden Abfalls konnten wegen der starken Hitzeentwicklung in der ersten Brandphase erst am Sonntag unter Einsatz von schwerem Gerät wie einem Bagger gelöscht werden.

Der Schaden beträgt laut NUA nach einer ersten groben Schätzung etwa sieben Mio. Euro. Die Klärung der Brandursache durch Sachverständige soll am Montag beginnen.

Damit es zu keinen Problemen bei der Entsorgung der kommunalen Abfälle kommt, hat die NUA Alternativen in Absprache mit den betroffenen Abfallverbänden und Partnerunternehmen eingerichtet. Die Anlagenteile sollen wieder aufgebaut werden, Konzepte seien bereits in Arbeit.

In den Betriebsanlagen der NUA-Abfallwirtschaft Hohenruppersdorf werden Altpapier und verwertbare Altstoffe sortiert. Daneben werden Rest- und Sperrmüll aus den Bezirken Gänserndorf, Mistelbach und der Stadtgemeinde Gerasdorf umgeladen bzw. für den Bahntransport zur thermischen Abfallbehandlung der AVN in Dürnrohr bereitgestellt. (APA)

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