Erst Ahonen, dann Österreich

13. Dezember 2004, 10:52
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Fliegender Finne gewinnt beide Springen in Trond­heim - Höllwarth und Widhölzl am Sonntag Zweiter, Dritter - Goldi scheitert an Waage

Trondheim - Janne Ahonen fliegt und fliegt. Und zwar nicht hin, sondern weit. Der Finne gewann am Wochenende die beiden Weltcup-Springen im norwegischen Trondheim, vor einer Woche hatte er zweimal im finnischen Kuusamo gesiegt, seine Ausbeute liegt also bei 100 Prozent. Das österreichische Team überzeugte sowohl durch mannschaftliche Geschlossenheit als auch durch Spitzenplätze. Am Sonntag zierten die Routiniers Martin Höllwarth als Zweiter und Andreas Widhölzl als Dritter das Podest, für Widhölzl war es die Wiederholung vom Samstag. Beide waren zufrieden und kündigten an, dass Ahonen keinesfalls unschlagbar sei: "Wir rücken ihm immer näher."

Ahonen, der im Weltcup bereits 192 Zähler Vorsprung auf Höllwarth hat, hatte am Sonntag insofern Glück, als der nach dem ersten Durchgang deutlich führende Norweger Roar Ljökelsöy ungefähr zehn Minuten auf seinen finalen Versuch warten musste. Just vorm allerletzten Athleten kam starker Wind auf, Ljökelsöy wurde dreimal vom Balken zurückgeschickt, fiel dann auf Platz vier ab.

Ziemlich durchwachsene Wettkämpfe hatte Andreas Goldberger. In der ersten Konkurrenz wurde er aufgrund der neuen Body-Mass-Index-Regel disqualifiziert, er unterschritt das vorgeschriebene Mindestgewicht um magere 100 Gramm. Er führte das auf einen zu leichten Anzug zurück. Die Teamführung war ziemlich geschockt. Goldberger meinte: "Das war schlampig von mir. Ich habe einen neuen Anzug ausprobiert, der war um ein halbes Kilo leichter." Gestern bestand er den Waagentest und wurde guter Zwölfter. Magersüchtig sei er sicher nicht: "Nicht mehr als die anderen. Im Sport ist man immer am Limit." (DER STANDARD, Printausgabe, Montag, 6. Dezember 2004, red)

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    Die Makellosigkeit in ihrer skispringenden Form: Janne Ahonen streicht den Sprunghügel zu Trondheim hinab.

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