27.000 bejubeln Spaniens zweiten Daviscup-Sieg

17. Dezember 2004, 10:19
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Carlos Moya holte im Finale gegen die USA den entscheidenden dritten Punkt im Stadion von Sevilla

Sevilla - Spaniens Sandplatz-Könige haben angefeuert von Kronprinz Felipe zum zweiten Mal nach 2000 den Daviscup geholt. Vor der Weltrekord-Kulisse von 27.000 Zuschauern in Sevilla machte der ehemalige French-Open-Sieger Carlos Moya am Sonntag nach 2:29 Stunden mit seinem 6:2,7:6(1),7:6(5)-Sieg über US-Open-Gewinner Andy Roddick schon vor dem letzten Einzel alles klar und die Vorjahres-Finalpleite gegen Australien vergessen.

Moya erfüllte sich einen Traum

Jubelnd sank der Mallorciner, der bei der ATP-WM vor zwei Wochen schon in der Vorrunde gescheitert war, auf die rote Asche. Schon das Eröffnungseinzel hatte er gegen den Olympia-Zweiten Mardy Fish für sich entschieden (20. Matgewinn im Daviscup bei sieben Niederlagen) und damit den Grundstein zum Gewinn der Salatschüssel gelegt, die er später aus den prinzlichen Händen in Empfang nehmen durfte.

"Auf diesen Moment habe ich viele Jahre gewartet", sagte ein sehr emotionaler Moya, und musste sich Tränen aus den Augen wischen. "Der Daviscup war mein Traum." Kapitän Jordi Arrese gratulierte ihm. "Er hat ausgezeichnet gespielt. Die Situation war perfekt für Charly", so Arrese.

Aufschlag-Weltrekordler Roddick stand nach seiner zweiten Niederlage dieses Endspiels wie ein begossener Pudel im Abseits. Mit einem glatten Dreisatzsieg hatten die Zwillinge Bob und Mike Bryan am Samstag die USA noch einmal herangebracht. Doch der Punkt zum 1:2-Anschluss durch das 6:0,6:3,6:2 brachte letztlich nicht den erhofften Umschwung.

Nadal jüngster Sieger aller Zeiten

Im nur noch für die Statistik interessante Einzel spielte dann nicht Rafael Nadal sondern Tommy Robredo, der Mardy Fish 6:7 (8),2:6 unterlag.

Youngster Nadal war zum Erstaunen selbst vieler Experten von Arrese als Einzelspieler nominiert worden. "Ich weiß gar nicht, warum alle überrascht waren, dass wir ihn aufgestellt haben und nicht Ferrero", erklärte der Captain. "Er hat doch längst gezeigt, dass er ein großer Daviscupspieler ist." Jetzt ist der 18-jährige Neffen des einstigen spanischen Fußball-Nationalspielers Miguel Angel Nadal der jüngste Daviscupsieger aller Zeiten.

Rekordsieger USA muss dagegen weiter auf den 32. Triumph warten. Der letzte Erfolg ist 1995 gegen Russland gelungen, als Pete Sampras für die drei siegbringenden Punkte gesorgt hatte. (APA/dpa/Reuters/red)

Endstand beim Daviscup-Finale in Sevilla:

Spanien - USA 3:2

  • Carlos Moya - Mardy Fish 6:4,6:2,6:3
  • Rafael Nadal - Andy Roddick 6:7 (6),6:2,7:6 (6),6:2
  • Juan Carlos Ferrero/Tommy Robredo - Bob Bryan/Mike Bryan 0:6,3:6,2:6
  • Moya - Roddick 6:2,7:6(1),7:6 (5)
  • Tommy Robredo - Mardy Fish 6:7 (8),2:6

    Spanien damit zum zweiten Mal nach 2000 Sieger.

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      Carlos Moya wird auf Händen getragen, während im zur Tennis-Arena umfunktionierten Stadion von Sevilla alle Dämme brachen.

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