August 2004: ATVplus verstieß gegen Privat-TV-Gesetz

18. Oktober 2005, 22:35
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Unzureichende Werbetrennung - Verfahren nach Werbebeobachtung abgeschlossen - Sender will berufen

ATVplus hat am 12. August des Jahres gegen die Bestimmungen des Privatfernsehgesetzes verstoßen, da Werbung nicht eindeutig vom Programm getrennt wurde. Dies hat die Medienbehörde KommAustria in einem Verfahren entschieden, das auf den Ergebnissen der ersten Werbebeobachtung im August basierte. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig, ATVplus kann Berufung einlegen und wird dies auch tun.

Die Behörde hatte sich in ihrer stichprobenartigen Beobachtung den Hauptabend von ATVplus vorgenommen, an dem um 20.15 Uhr der Spielfilm "Mulholland Drive" zu sehen war. Der Werbeblock vor Filmbeginn aber war "nicht eindeutig durch optische oder akustische Mittel" getrennt, schreibt die Behörde in ihrem Bescheid, der auf der Homepage rtr.at veröffentlicht wurde. Auch die - für Privatsender erlaubte - Unterbrecherwerbung während des Films war unzureichend getrennt, genauso wie der Werbeblock vor dem nachfolgendem Spielfilm "The Agency".

ATVplus kündigt Berufung an

ATVplus muss diese Entscheidung auch "um 20.15 Uhr durch einen Programmansager verlesen lassen", verfügte die Behörde. Bis dahin dauert es aber wohl noch, denn diese Auflage ist erst am dritten Tag nach der Rechtskraft des Bescheids zu erfüllen. ATVplus kündigte indes am Freitag Berufung an: Man wolle die Bestimmungen, die einen beträchtlichen "Interpretationsspielraum" böten, ausjudizieren lassen. "Wir halten uns natürlich ans Gesetz, aber ist auch notwendig, zu klären, wie eine Bestimmung auszujudizieren ist", so die Sender-Sprecherin. (APA)

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    foto: atvplus
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