Eishockey: NHL und Spielergewerk­schaft setzen Gespräche fort

10. Dezember 2004, 15:15
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Neue Vorschläge werden donnerstags in Toron­to präsentiert - Klubeigen­tümer rückten von ihrer Forderung nach "Salary Cap" nicht ab

Toronto - Die National Hockey League (NHL) und die Spielergewerkschaft NHLPA werden am nächsten Donnerstag in Toronto erstmals seit fast drei Monaten wieder zusammen treffen, um die NHL-Saison doch noch zu retten. NHLPA-Boss Bob Goodenow hat in einem Brief an NHL-Commissioner Gary Bettman neue Vorschläge angekündigt. "Wir haben hart gearbeitet, um andere kreative Lösungen zu finden und wir glauben, dass die neuen Vorschläge eine Basis sind, den lockout zu beenden und NHL-Eishockey wieder aufzunehmen", hieß es.

Die NHLPA hatte zuletzt neben einer generellen Gehaltsreduzierung von fünf Prozent und reduzierten Bezügen für neu in die Liga nachrückende Talente auch die Einführung einer "Luxussteuer" angeboten. Letztere sieht vor, dass es jedem Klub auch in Zukunft freigestellt bleibt, eine festgelegte Obergrenze - der Gewerkschaft schwebt eine Summe von 50 Millionen Dollar (40,9 Mio. Euro) vor - zu überschreiten. Allerdings muss dabei für jeden zusätzlich ausgegebenen Dollar ein weiterer an Vereine gezahlt werden, die unter der Grenze bleiben.

"Salary Cap" weiter ein Thema

Bettman und die Klubeigentümer rückten von ihrer Forderung nach Einführung eines "Salary Cap", einer Gehaltsobergrenze für Spieler, bisher aber nicht ab. Seit dem letzten Vorschlag der NHLPA vor drei Monaten sei von Seiten der NHL kein Gegenoffert gekommen, beklagt Goodenow.

Da sich beide Seiten nicht auf einen Kompromiss für den im September abgelaufenen Rahmen-Tarifvertrag (CBA) einigen konnten, sind bis Donnerstag 334 Spiele und das All-Star-Game abgesagt worden. Finden die Liga und die Spielervertretung nicht bald eine Einigung, fällt die gesamte Saison 2004/05 aus.(APA/Reuters)

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NHL

  • NHL-Commissioner Gary Bettman.

    NHL-Commissioner Gary Bettman.

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