Airbus will offenbar staatliche Hilfen für A350 nutzen

16. Dezember 2004, 14:22
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Finanzierung soll zu einem Drittel aus Förderungen kommen

Berlin - Der Flugzeughersteller Airbus will einer Zeitung zufolge sein neues Langstreckenmodell A350 zu einem Drittel durch die von den USA heftig kritisierten staatlichen Hilfen finanzieren. Wie die "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe) im voraus unter Berufung auf interne Unterlagen des deutschen Finanz- sowie des Wirtschaftsministeriums für den Haushaltsausschuss berichtete, sollen in die A350 insgesamt rund vier Mrd. Euro investiert werden.

Für ein Darlehen aus dem staatlichen ERP-Sondervermögen an Airbus habe der Bund im Haushalt 2005 bereits eine so genannte Verpflichtungsermächtigung eingestellt.

Die Förderung könnte den Handelskonflikt zwischen den USA und der Europäischen Union (EU) weiter anheizen, berichtet das Blatt. Das A350-Modell machte dem Modell 7E7 des US-Konkurrenten Boeing direkte Konkurrenz. Der Streit um staatliche Beihilfen für die EADS-Tochter Airbus und Boeing hatte sich Anfang Oktober durch eine Klage der USA vor der WTO und einer Gegenklage der EU-Kommission verschärft.(APA/Reuters)

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