Haider sieht Handlungsbedarf bei AUF

7. Dezember 2004, 14:08
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Nur mit Abschneiden in Kärnten zufrieden - SPÖ, ÖGB und AK sprechen von "deutlichem Signal für Bundesregierung"

Klagenfurt - Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) sieht die Ergebnisse der Personalvertretungswahlen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Erfreut zeigte er sich gegenüber der APA mit dem Abschneiden in Kärnten. "Traurig bin ich mit den Ergebnissen auf Bundesebene, weil wir doch sehr viel getan haben", sagte Haider und erwähnte in diesem Zusammenhang die Schwerarbeiterregelung für die Exekutive.

"Das hat sich leider im Wahlergebnis auf Bundesebene nicht niedergeschlagen", betonte der Landeshauptmann. Kärnten hingegen habe dank der sehr guten Arbeit von Spitzenkandidat Horst Binder "wieder einmal dem Trend getrotzt, so dass die Mandate gehalten werden konnten".

Auf Bundesebene sieht Haider Handlungsbedarf. "Es gilt über die bestehenden Strukturen nachzudenken und eine Neuorientierung der AUF umzusetzen", sagte er.

Für SPÖ-Vorsitzenden Peter Ambrozy sind die Zugewinne der FSG in Kärnten "beachtlich" und das Wahlergebnis "eine buchstäblich rote Karte für die Politik der schwarz-blauen Bundesregierung". Bildungssprecher LAbg. Peter Kaiser meinte, "die gute, solide und verlässliche Arbeit" der SPÖ-Personalvertretung sei belohnt worden. Landesgeschäftsführer Herbert Würschl spricht von einem "Dämpfer für die Bundesregierung" und empfiehlt dieser, "die Signale nicht zu überhören".

Für ÖGB-Landesvorsitzenden Adam Unterrieder, Arbeiterkammer-Präsident Günther Goach und FSG-Landessekretär Dietmar Samnitz sei bei diesen Wahlen ein "deutliches Signal gegen die Politik der Bundesregierung" gesetzt worden. Das Wahlergebnis sei aber auch ein "Auftrag an die Sozialdemokraten, weiterhin für Arbeiternehmerinteressen und gegen neoliberale Tendenzen aufzutreten". (APA)

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