Peter Pilz: Betroffene sollen sich melden

7. Dezember 2004, 16:51
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"Das ist offensichtlich ein Problem, das es in allen europäischen Armeen gibt"

Wien/Freistadt - Der Friedenssprecher der Grünen, Peter Pilz, hat am Donnerstag davor gewarnt, die Folter-Vorwürfe aus der Kaserne Freistadt als Einzelfall abzutun. "Das ist offensichtlich ein Problem, das es in allen europäischen Armeen gibt", so Pilz, vor allem offenbar in Wehrpflichtigen-Armeen. Man müsse nun sichergehen, dass die Vorwürfe ernsthaft untersucht werden. Und er rief Betroffene auf, sich zu melden, "damit wir einen Eindruck bekommen, wie groß das Problem ist".

Pilz verwies auf die Diskussion in Deutschland. Dort hätten Psychologen darauf hingewiesen, dass die Vorgänge ein "Ausdruck von wenig Selbstbewusstsein und einer besonders schwachen Position" seien: "Ich glaube nicht, dass sich lang dienende Leute das ohne weiteres gefallen lassen." (APA)

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