AKH verlangt akut nach einer Geldspritze

5. Dezember 2004, 19:57
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Bei dieser Forderung ist man sich einig - allerdings gehen die Zahlen wie hoch der Finanzbedarf ist weit auseinander

Wien - Man brauche mehr Geld. Bei dieser Forderung ist man sich im Wiener AKH einig. Allerdings gehen die Zahlen wie hoch der Finanzbedarf ist weit auseinander.

"Wir brauchen an unserer Klinik akut 200 Millionen Euro für Re- und Neuinvestitionen", sagt Michael Zimpfer, Vorstand der Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin. Reinhard Krepler, Direktor des AKH, meint dagegen, dass man 100 Millionen brauche. Das Problem beider: Es stehen pro Jahr für Investitionen nur zehn Millionen Euro zur Verfügung.

Debatte zwischen Krepler und Zimpfer

Die Debatte zwischen Krepler und Zimpfer entstand anlässlich einer am Donnerstag, abgehaltenen Pressekonferenz zu Intensivmedizin. Krepler meint, dass man die von seinem Kollegen geforderten 200 Millionen auf dessen Station gar nicht ausgeben könne. Er sehe aber, dass ein Investitionsrückstau entsteht, wenn pro Jahr nur 10 Millionen Euro für Investitionen im AKH zur Verfügung stünden.

Geräte werden jetzt alle gleich alt

Wolfgang Schütz, Rektor der Medizinuniversität assistiert: "Die Reinvestition läuft alles andere als glatt." Man komme in eine kritische Lage, "weil die Geräte jetzt alle gleich alt werden". Der Rektor meint, dass man gerade in der Intensivmedizin international einen Ruf zu verteidigen habe, was angesichts fehlender Mittel schwer zu erreichen sei.

Am AKH wünscht man sich, dass der Streit zwischen Bund und Stadt Wien bereinigt wird, wer und vor allem in welcher Höhe den "klinischen Mehraufwand" ersetzt. Der Bund hat bis vor ein paar Jahren 65 Millionen Euro dafür überwiesen, dass das AKH seinen Aufwand als universitäre Forschungsstätte ersetzt bekommt. Jetzt sind es nur mehr 52 Millionen. "Heuer hat der Bund erst 20 Millionen überwiesen", klagt Krepler. (aw, DER STANDARD Printausgabe 3.12.2004)

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