Freitag: Der letzte Tango in Paris

2. Dezember 2004, 21:41
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23.15 bis 1.20 | Arte | FILM | Le dernier tango à Paris, I/F 1972. Bernardo Bertolucci

Ohne Zweifel ein großes missverstandenes Werk der Filmgeschichte: Messlatte einer Gesellschaft, die Kunst durch den Kunstskandal ersetzt. Bertoluccis Werk ist eine Reflexion über entfremdetes, deformiertes, todessehnsüchtiges Leben (paraphrasiert durch die Bilder von Francis Bacon); ein mitreißender Reigen über Sex und Tod, gleichzeitig ein Überdenken der eigenen filmischen Arbeit (vermittelt über die Figur des Regisseurs, gespielt von Jean-Pierre Léaud). Und: In Marlon Brandos Darstellung des Helden, in der Kollision des wuchtigen/ sensiblen Amerikaners mit der sterbenden alten Welt, kann man die schönsten Momente in der Geschichte der Schauspielkunst erleben.
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