Junge Initiative für neue Betriebe

4. Dezember 2004, 00:09
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Die größten Fehler passieren in der Vor- und Gründungsphase. Viele starten mit völlig unausgereiften Ideen - Serviceoffensive gefordert

Wien - Die neue Wiener Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank war am Mittwoch als Nachfolgerin Walter Nettigs inthronisiert worden. Am Donnerstag hat sich auch die Opposition für die Kammerwahlen im März fertig formiert: Der Wirtschaftsverband präsentierte seine neue Vizepräsidentin, die erst 25 Jahre alte Katharina Schinner. Sie hat kürzlich ihre zweite "Bianca"-Boutique in der Wiener Teinfaltstraße eröffnet. Den ersten Betrieb hatte sie von ihren Eltern übernommen.

Serviceoffensive für Jungunternehmer gefordert

Schinner fordert eine neue Serviceoffensive für Jungunternehmer: "Das Problem ist, dass jeder zweite Betrieb die ersten fünf Jahre nicht überlebt. Die größten Fehler passieren in der Vor- und Gründungsphase. Viele starten mit völlig unausgereiften Ideen."

Daher fordert Schinner ein verbessertes Gründercoaching. So müsse es beispielsweise branchenspezifische und unabhängige Berater geben.

Frauenförderung für Gründerinnen

Tatsache sei es weiters, "dass Frauen nicht nur um zwei Drittel weniger verdienen", so Schinner. "Sie werden auch in Sachen Risikokapital stark benachteiligt." Daher sollte es eine gezielte Frauenförderung für Gründerinnen geben. (frei, DER STANDARD Printausgabe 3.12.2004)

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