Übergewichtige Kinder leiden häufig an Schlafstörungen

5. Dezember 2004, 15:30
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Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom wird oft verkannt

London - Übergewichtige Kinder leiden häufig an unentdeckten Schlafstörungen, die ihre Leistungen in der Schule beeinträchtigen können. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Royal London Hospital gekommen. Die Forscher untersuchten 63 Kinder, die als stark übergewichtig eingestuft worden waren. 54 der Kinder litten unter einem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSA), einer schweren Form des Schnarchens. Das Team argumentiert laut BBC, dass alle übergewichtigen Kinder auf dieses Syndrom hin untersucht werden sollten.

Leiden unter der leichten Form

Die meisten der Betroffenen litten unter einer leichten Form von OSA. 14 Kinder waren jedoch an mittelschweren bis schweren Formen des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms erkrankt. Bei OSA wird die Luftversorgung eingeschränkt, dadurch verringern sich die Sauerstoffwerte im Blut. Laut den Wissenschaftern sind Übergewicht und OSA besonders bei Kindern nicht ausreichend erforscht. "Das Bewusstsein für OSA ist eingeschränkt und so wird diese Krankheit vielfach nicht erkannt." Ohne entsprechende Behandlung können diese Kinder tagsüber unter Schläfrigkeit leiden, die ihrerseits zu Konzentrationsschwächen und einem schlechteren Abschneiden in der Schule führt.

Das Auftreten von Übergewicht ist bei Kindern zwischen zwei und vier Jahren im Zeitraum von 1989 bis 1998 von fünf auf neun Prozent angestiegen. In der Altersgruppe zwischen sechs und fünfzehn Jahren haben sich die Zahlen zwischen 1990 und 2001 von fünf auf 19 Prozent verdreifacht. (pte)

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