Sprachkurse für Ausländer: Haubner fordert Überprüfung

4. Dezember 2004, 20:05
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FPÖ-Chefin: Bei fast 90 Prozent des Integrationsvertrages kommen Ausnahmebestimmungen zum Tragen

Wien - Die Freiheitlichen wollen im Zuge der von ihnen geforderten Verschärfung des Asylgesetzes auch die Integrationsvereinbarung überprüfen. Wie FPÖ-Obfrau Ursula Haubner am Donnerstag in einer Aussendung erklärte, kämen bei fast 90 Prozent aller Migranten Ausnahmebestimmungen zum Tragen. "Hier müssen wir überprüfen, ob der Vollzug funktioniert oder Kriterien geändert gehören", so die FPÖ-Chefin. Die Ausnahme dürfe nicht zur Regel werden.

Der Integrationsvertrag gilt seit Jahresbeginn 2003 für Arbeitnehmer, die seit 1. Jänner 1998 nach Österreich gekommen sind bzw. für Neuzuwanderer. Im Prinzip müssen Ausländer, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, Sprachkurse besuchen.

Sprache als wichtigstes Ingegrationsmittel

Sprache sei das wichtigste Mittel zu einer gelungenen Integration, betonte Haubner: "Wer die Sprache seines Gastlandes nicht versteht, wird immer ein gesellschaftlicher Außenseiter bleiben." Die FPÖ trete für die umfassende Integration der Zuwanderer ein, allein um die Bildung von Parallelgesellschaften innerhalb Österreichs zu verhindern. "Wir Freiheitliche fordern eine funktionierende Integrationsvereinbarung und plädieren für eine Evaluierung", so Haubner. (APA)

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