Sharon: Friedensgespräche mit Syrien nicht ausgeschlossen

3. Dezember 2004, 22:57
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Wenn Assad gegen Hauptquartiere von Terrororganisationen vorgehe - Premier zweifelt aber an Aufrichtigkeit syrischer Angebote

Tel Aviv - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon schließt die Aufnahme von Friedensgesprächen mit dem verfeindeten Nachbarland Syrien nicht grundsätzlich aus. Wenn Präsident Bashar Assad in Damaskus bestimmte Bedingungen erfülle und gegen Hauptquartiere von Terrororganisationen vorgehe, werde er in Israel einen Gesprächspartner finden, sagte Sharon am Donnerstag in Tel Aviv.

Zweifel an Aufrichtigkeit syrischer Angebote

Sharon äußerte sich aber skeptisch über die jüngste Angebote Assads zu neuen Verhandlungen. "Ich habe nicht ein echtes Zeichen gesehen, nicht ein einziges, dass ihre Absichten aufrichtig sind", sagte er an die Adresse Syriens. Zuvor hatte Israel Berichte über eine Bereitschaft Syriens zur Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen als nicht ernsthaft eingestuft. Aus Jerusalem verlautete, Äußerungen des syrischen Präsidenten Assad seien "nichts Neues". Der UN-Nahostbeauftragte Terje Roed-Larsen hatte nach einem Gespräch mit Assad gesagt, Syrien sei zur Wiederaufnahme von Verhandlungen ohne Vorbedingungen bereit. (APA/dpa)

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