Wiener Kunst Auktionen im Kinsky registrieren Jahresumsatz-Rekord

8. Dezember 2004, 20:04
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Mit "Anzeichen der Ermattung" am Jahresende

Wien - Mit dem eingespielten Ergebnis der 52. Auktion (30.11./1.12.) von über 2,4 Mio. Euro erreichten die Wiener Kunst Auktionen im Palais Kinsky heuer den bisher höchsten Jahresumsatz des Unternehmens. 2004 wurden insgesamt 12,8 Mio. Euro umgesetzt, um 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz eines unterdurchschnittlichen Ergebnisses der jüngsten Auktion bewertet das Auktionshaus das Jahr 2004 in einer Aussendung als "herausragend".

Für US-Käufer lähmend hoher Euro-Preis

"Anzeichen der Ermattung" nach mehreren Messen, zahllosen Auktionen und einem Angebot von über 1.000 Kunstobjekten zeigten die Kunstliebhaber laut Aussendung am letzten Auktionstag, bei dem insbesondere das Möbelsegment enttäuschte. Nicht nur das Topstück - eine von Josef Hoffmann für Magda Mautner Markhof entworfene Sitzgruppe - blieb liegen. Ein Grund dafür sei auch der hohe Euro-Preis, der US-Käufer von einem allzugroßen Engagement abhielt. So erzielte eine getriebene Silberplatte von Kolo Moser (Wiener Werkstätte um 1905) mit 40.000 Euro den Höchstpreis der Sparte.

Bei den Antiquitäten wurden die Silberprojekte des Biedermeier zum Renner, ebenfalls gut nachgefragt waren Branntweinflaschen um 1800 und Briefbeschwerer. Doch auch hier taten sich die Topobjekte schwer: Sowohl der Künersberger Walzenkrug um 1760 (68.000 Euro) als auch der Birnkrug aus der Werkstatt Thomas Obermillners (32.000 Euro) verfehlten die Vorgaben der Verkäufer und konnten nur unter Vorbehalt zugeschlagen werden. (APA)

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