Köpferauchen bis Mitte Dezember

16. Dezember 2004, 14:20
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Die Verhandlungen über die Zerteilung der ÖBB in eine Holding gehen ins Finale

Wien - Die Verhandlungen über die Zerteilung der ÖBB in eine Holding mit neun Subgesellschaften (darunter vier Aktiengesellschaften) gehen ins Finale. Am 15. Dezember muss alles unter Dach und Fach sein, da soll der ÖBB-Aufsichtsrat das Jahrhundertwerk absegnen.

Bis auf die Bilanz 2004 müssen alle Eröffnungsbilanzen samt Personalzuteilung fixiert sein. Auch hunderte Verträge zwischen den Gesellschaften müssen formuliert und unterfertigt werden, geht es doch um Haftungen für die gegenseitige Leistungserbringung.

ÖBB-Holding als Strategiezentrum

Das Dach stellt die ÖBB-Holding dar, das mit 76 Mitarbeitern dünn, aber stark über die Strategie sein soll. Größte ÖBB-Tochter ist mit 19.304 Mitarbeitern die Infrastruktur Betrieb AG. Sie ist für Erhaltung und Betrieb des Schienennetzes zuständig.

Die ÖBB Bau AG hat das größte Budget und Verschuldungspotenzial, aber nur 2727 Mitarbeiter, weil die rund 8000 ÖBB-Bauarbeiter in der Betrieb AG angesiedelt sind.

Personen- und Güterverkehr AG beschäftigten 4635 bzw. 3362 Mitarbeiter. Gemeinsam verfügen sie über ÖBB Traktion (7027 Mitarbeiter) und ÖBB Technische Services (5021 Beschäftigte), also Servicegesellschaften für das Rollende Wagenmaterial. Die ÖBB-Dienstleistungsgesellschaft wickelt mit 991 Mitarbeitern Personalwesen und Einkauf ab. (ung, DER STANDARD Printausgabe, 02.12.2004)

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