Gotv - Mantra fürs Resthirn

7. Februar 2005, 18:59
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Die Lobpreisung des heimischen "Be-part-of-it"-Senders Gotv ist wenig nachvollziehbar ...

An dieser Stelle wurde unlängst darüber berichtet, dass der deutsche Musiksender MTVIVA jene beiden Sendungen gedenkt einzustellen, für die der vor der Mattscheibe sitzende Quotenbringer so etwas wie ein Resthirn oder zumindest eine zweite Hirnwindung braucht.

VIVA, das mit dieser Entscheidung hoffentlich rasch den Weg alles Irdischen geht, wird Charlotte Roches Interviewsendung Fast Forward und die Sarah Kuttner Show einstellen. Wobei sich Sarah Kuttner und ihr Team in ihrer Sendung seit Bekanntwerden dieser Nachricht so souverän darüber lustig machen, dass offenbar sogar die Controller und Buchhalter zumindest im Moment den Schein wahren wollen und im Gespräch ist, dass Kuttners Show wenigstens zweimal pro Woche stattfinden soll. Toll. Vielen Dank, Dr. Rotstift.

Das Wehklagen darüber ist verständlich. Weniger nachvollziehbar ist die in diesem Zusammenhang oft kommende Lobpreisung des heimischen "Be-part-of-it"-Senders Gotv. Nicht nur dass dieser sektenhafte, mantraartig alle fünf Minuten wieder gekaute Slogan unendlich nervt.

Nein, Gotv zeigt doch nur deshalb noch so viele Videos, weil ihm für den ganzen Quatsch an Reality-Mist die Möglichkeiten fehlen. Auch daran zu erkennen, wie viele tatsächlich redaktionell betreute Sendungen zwischen den "Be-part-of-it"-Echos ausgestrahlt werden. Angesichts anderer, in den Keller nivellierter "Musiksendungen" scheint man aber sogar dafür schon dankbar zu sein. Man weiß gar nicht, was trauriger ist. (flu/DER STANDARD; Printausgabe, 2.12.2004)

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