Gewaltschutz-Gesetz seit sieben Jahren

1. Dezember 2004, 19:54
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Barbara Prammer traf usbekische Ministerpräsidentin zum Erfahrungsaustausch

Wien - Parlamentarische Strukturen, aber auch Förderung von Frauen und deren Schutz vor Gewalt standen im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen der Zweiten Präsidentin des Nationalrates, Barbara Prammer, und der Stellvertretenden Usbekischen Ministerpräsidentin Svetlana Inamova am Mittwoch Nachmittag im Parlament.

Schutz in Usbekistan ausbauen

Die Frauenquote im Usbekischen Parlament beträgt derzeit elf Prozent und wird sich nach der Wahl Ende Dezember auf 30 Prozent erhöhen. "Das ist bereits gesetzlich festgelegt," sagte Svetlana Inamova und ging auf die breite staatliche Förderung und Unterstützung der Usbekinnen ein, die in alle Lebensbereiche bis hinein in die Familie, vor allem aber bei der beruflichen Ausbildung, wirke. Der Schutz der Frauen vor Gewalt sei einer jener Bereiche, in denen man von Österreichs Erfahrungen profitieren könnte.

Gewaltschutz in Österreich seit 1997

Prammer betonte die Bedeutung des in ihrer Zeit als Frauenministerin 1997 in Kraft getretenen Gewaltschutzgesetzes, das weltweit von zahlreichen Staaten kopiert worden ist. Prammer sprach auch den Menschenhandel und die Wichtigkeit internationaler Zusammenarbeit an. Besonders stolz zeigte sie sich hier auf die Arbeit ihrer Vorgängerin als Frauenministerin, Helga Konrad, der Sonderbeauftragten der OSZE gegen den Menschelhandel.

"Mit der Aufnahme der betroffenen Frauen in ein Zeugenschutzprogramm ist in Österreich noch ein wichtiger Schritt zu tun, um Frauen, die in unser Land gebracht worden sind zu helfen," sagte Prammer. Doch auch die Länder, aus denen die Frauen kommen, müssten entscheidende Schritte unternehmen, um den Handel mit Menschen von Grund auf zu unterbinden. (red)

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