Haiti: Mindestens 14 Tote bei Unruhen

6. Dezember 2004, 18:07
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Schießereien mit Aristide-Anhängern während des Besuches von US-Außenminister Colin Powell und Meuterei im Nationalgefängnis

Port-au-Prince - In Haitis Hauptstadt Port-au-Prince sind mindestens sieben Menschen bei Schießereien ums Leben gekommen. Wie der Sender Radio Metropole am Donnerstag meldete, eröffneten mutmaßliche Anhänger des gestürzten Präsidenten Jean-Bertrand Aristide am Mittwochabend (Ortszeit) an verschiedenen Stellen der Stadt das Feuer und zündeten mehrere Autos an. Am Mittag war es in Port-au-Prince während eines Besuches von US-Außenminister Colin Powell zu Schießereien zwischen bewaffneten Banden und UNO-Blauhelmen gekommen. Vier Menschen wurden dabei verletzt, Powells Delegation blieb unversehrt.

Meuterei im Nationalgefängnis

Bei einer Meuterei im Nationalgefängnis von Port-au-Prince kamen am Mittwochabend den Berichten zufolge sieben Häftlinge ums Leben. Häftlinge setzten ihre Zellen in Brand. Ihr Plan, das Chaos dann zur Flucht zu nutzen, scheiterte. Während der Unruhen beim Sturz Aristides Ende Februar dieses Jahres waren schon einmal sämtliche Häftlinge aus dem Nationalgefängnis ausgebrochen. (APA/dpa)

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    Zwei US-Marines bei den Schießereien vor dem Präsidentpalast in Port-au-Prince

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