"Ausgestorbene" Wühlmaus nach 42 Jahren wieder entdeckt

6. Dezember 2004, 13:34
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Kurzohrmaus in Tirol aufgespürt - möglicherweise existieren nur wenige hundert Tiere

Hamburg/Wien - 42 Jahre nach dem vermeintlichen Aussterben der Bayerischen Kurzohrmaus hat Friederike Spitzenberger, vom Naturhistorischen Museum in Wien, die Wühlmaus-Spezies im Tiroler Rofangebirge wieder aufgespürt. Dies berichtet das Greenpeace Magazin in einer Spezialausgabe zum Thema Artenvielfalt.

"Möglicherweise existieren nur wenige hundert Tiere", so Spitzenberger. Sie hatte gezielt in dem Waldstück gesucht, nachdem ein DNA-Vergleich ausgestopfter Museumstiere aus den siebziger Jahren auf das versteckte Vorkommen hingewiesen hatte.

Spitzenberger plädiert für eine naturnahe Belassung des Rofangebirges. Eine Intensivierung der Forstwirtschaft zum Beispiel könnte das Ende der Wühlmäuse bedeuten. Nur eine Hand voll Tierarten sind wie die Bayerische Kurzohrmaus in Mitteleuropa endemisch, kommen also nirgends sonst vor. Das bis jetzt einzige bekannte Vorkommen der Art bei Garmisch-Partenkirchen war offenbar in den Sechzigern erloschen, kurz nachdem es vom deutschen Zoologen Klaus König entdeckt worden war.(APA)

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