Russische Forscher arbeiten an Atemgemisch für künftige Siedlungen im All

10. Dezember 2004, 18:23
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Zumindest auf dem Papier gedeihen Moskaus Mars-Pläne weiter

Moskau - Russische Wissenschafter haben eine "Weltraumluft" für künftige Siedlungen auf dem Mond und dem Mars entwickelt. Erste kurzzeitige Versuche mit dem Atemluftgemisch aus Sauerstoff und Argon seien erfolgreich abgeschlossen worden, teilte das russische Forschungsinstitut für medizinisch-biologische Probleme der Raumfahrt in Moskau mit.

Ob sich das Gemisch für einen langzeitigen Einsatz in den "Häusern der Kolonisten auf dem Mars" eigne, müsse aber ab 2006 noch in weiteren Versuchen abgeklärt werden, sagte der Wissenschafter Boris Pawlow der Agentur Itar-Tass. Das Gemisch zeichne sich dadurch aus, dass keine Brände entstehen können und der Argon-Anteil Sauerstoffarmut verhindere.

Die Versuche mit dem Atemluftgemisch gehören zum russischen Forschungsprogramm für etwaige künftige Expeditionen zum Mars. In einem weiteren Experiment sollen in den kommenden Jahren sechs Freiwillige für 500 Tage gemeinsam von der Umgebung isoliert werden. Der Versuch soll Aufschluss geben über psychische und physische Auswirkungen von längeren Reisen ins All. (APA/dpa)

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    Heute noch architektonisches Spiel auf der Erde - irgendwann vielleicht lunarer oder marsianischer Alltag: Kolonist vor "Superadobe"-Gebäude

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