WHO fordert bessere Aids-Hilfe für Frauen

1. Dezember 2004, 13:14
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Übertragung des Virus durch sexuelle Gewalt gegen Frauen

Genf - Am Vorabend des Welt-Aids-Tags hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine bessere Therapie für HIV-infizierte Frauen und Mädchen gefordert. Nach einschlägigen Schätzungen sind inzwischen 47 Prozent der weltweit 45 Millionen Infizierten weiblich. Laut WHO gibt es jedoch kaum verlässliche Informationen darüber, ob sie auch dieselbe medizinische Hilfe erhalten wie ihre männlichen Leidensgenossen. Deshalb müssten Therapieprogramme genauestens überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden.

Beim Welt-Aids-Tag soll gemäß dem Plan der Vereinten Nationen in diesem Jahr das Schicksal betroffener Frauen und Mädchen im Mittelpunkt stehen. Sie gelten in jeder Hinsicht als besonders benachteiligt - vor allem in Afrika südlich der Sahara, wo mehr als zwei Drittel aller HIV-Infizierten leben. Dort wird die Übertragung des Virus von der weit verbreiteten sexuellen Gewalt gegen Frauen begünstigt, wie die WHO hervorhob. Deshalb müssten in jenem Teil der Welt frauenfeindliche soziale Normen angeprangert und überwunden werden. (APA)

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