Woment! mal

3. Dezember 2004, 07:00
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foto: firstchoicefilms
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Hakoah Lischot

Sieben rüstige alte Damen treffen einander im Wiener Amalienbad, um zu schwimmen. Das mag auf den ersten Blick nichts Außergewöhnliches an sich haben. Aber: Die sieben Damen sind von weit her gekommen, zurück in ihre Geburtsstadt Wien. Nach dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland waren sie, wie viele tausende andere, geflohen, um der Verfolgung und Ermordung zu entgehen. Die sieben Frauen gehörten zu den Meisterschwimmerinnen des jüdischen Sportklubs Hakoah ("Stärke"), der 1909 gegründet worden war, als viele österreichische Vereine bereits begannen, jüdischen MitbürgerInnen die Mitgliedschaft zu verweigern. Rasch wurde aus Hakoah einer der führenden Sportklubs Österreichs und Europas, und die Schwimmsektion zählte, vor allem in den dreißiger Jahren, zu ihren erfolgreichsten Abteilungen.

Filmemacher Yaron Zilberman begleitete die sieben Frauen, allesamt über achtzig Jahre alt, bei ihrer Reise nach Wien und in die eigene Vergangenheit und ließ daraus den Dokumentarfilm "Hakoah Lischot" (Watermarks) entstehen, der nicht nur von Schmerz und Trauer handelt, sondern auch von Stärke, Fröhlichkeit, Kameradschaft und von der unbändigen Lust am Leben.

Hakoah Lischot
Israel/F/USA 2004, 80min, Farbe und Schwarzweiß, OmU
zu sehen ab Freitag, 10. Dezember
im TOP Kino täglich um 21 Uhr
6. Bezirk, Rahlgasse 1 (Ecke Theobaldgasse)

  • Kartenreservierungen - täglich ab 16 Uhr - unter (01) 208 30 00
    Kinokassa öffnet ½ Stunde vor Vorstellungsbeginn.
    Freie Platzwahl.
  • Schul- und Gruppenvorstellungen am Vormittag möglich. Für Anfragen: E-Mail

    Link
    Firstchoicefilms - Weitere Informationen über den Film
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