Österreich stürzt in allen Kategorien ab

6. Dezember 2004, 16:41
124 Postings

In Naturwissenschaften Absturz von acht auf 20, im Lesen von zehn auf 19 und in der Mathematik von elf auf 15

Der Nebel um die Österreich-Ergebnisse der PISA-Studie 2003 lichtet sich immer mehr: Der ORF-"Report" hat am Dienstag Abend die Platzierungen der heimischen 15- bis 16-jährigen Schüler in den bereits in der ersten Untersuchung 2000 getesteten Kategorien Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften veröffentlicht. Demnach verschlechterten sie sich im Lesen von Platz zehn auf 19, in den Naturwissenschaften von acht auf 20 und in der Mathematik von elf auf 15. Für den 2003 erstmals abgefragten Bereich "Problemlösen" wurden keine Zahlen präsentiert.

Laut "Report" ganz vorne findet sich jeweils Finnland - diese Information hat bereits das deutsche Magazin "Stern" in der Vorwoche publiziert. Leichte Diskrepanzen um ein bis zwei Plätze gibt es hingegen bei den vom "Report" und jenen von der deutschen Nachrichtenagentur dpa in der Vorwoche publizierten Platzierungen für Deutschland (Lesen - "Report":18, dpa: 20; Naturwissenschaften - "Report" 15, dpa: 16; Mathematik - "Report": 16, dpa: 17) Diese könnten sich durch etwaige ex-aequo-Platzierungen erklären lassen.

Keine Angaben gibt es bisher allerdings über die von den einzelnen Staaten erreichten Punktezahlen. Mit dem größten internationalen Schüler-Leistungstest PISA (Programme for International Student Assessment) werden alle drei Jahre Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler in rund 30 Industriestaaten sowie in zehn Nicht-OECD-Ländern am Ende der Schulpflicht untersucht. Veranstalter ist die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris. Abgetestet werden die Kompetenzen der Jugendlichen in den Gebieten Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften und "Problemlösen".

 Die offizielle Präsentation der Studie ist für den 7. Dezember geplant. In den vergangenen Tagen waren in Österreich und Deutschland immer wieder einzelne Teilergebnisse durchgesickert. Gegenüber der ersten PISA-Studie im Jahr 2000 haben heuer mehr Staaten - vor allem Nicht-OECD-Länder - teilgenommen. (apa)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.