"MuslimHipHop" made in USA

6. Dezember 2004, 21:36
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Emanzipation einer bedrängten Minderheit

Frankfurt/New York - David Kelly alias Capital D. rappt nicht über Frauen, schnelle Autos, Luxus und Reichtum. Stattdessen betet er in seinen Reimen zu Allah, kritisiert den Irak-Krieg und beschimpft US-Verbündete. Kelly gehört zu einer neuen Gruppe islamischer Rapper, die mit ihrer Musik in den USA populär sind. Sie unterhalten die Fans mit Mainstream-Sound und religiösen Aufrufen. "Moslems sind Teil der amerikanischen Kultur, aber sie vernachlässigen oft ihre eigene Kultur", sagte Kelly. "Ich möchte zeigen, dass man kreativ, künstlerisch, glücklich und trotzdem Moslem sein kann."

Für Rap-Acts wie The Nation Of Islam und Five Percenters spielte der Islam schon seit Ende der 70er Jahre eine Rolle. "Die jungen islamischen Rapper wollen mit ihrer Musik bewusst machen, dass du Amerikaner sein kannst, ohne deine Kultur zu vergessen", sagte Mike Shapiro, Gründer der Internetseite "muslimhiphop.com": "US-Moslems und die islamische Jugend brauchen dieses Bewusstsein." (APA/AP)

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