Politologe Pelinka ortet "Unlustgefühl"

15. Dezember 2004, 18:59
39 Postings

ÖVP als Nutznießer des SP-Parteitages - "Man diskutiert jetzt über die Schwächen Gusenbauers, nicht über die Schwächen Schüssels"

Innsbruck - Für den Innsbrucker Politologen Anton Pelinka war der SPÖ-Bundesparteitag am Montag und Dienstag dieser Woche "ein Zeichen eines Unlustgefühls". Wie er in einem Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" (Mittwoch-Ausgabe) erklärte, sei es SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer "nicht gelungen, eine Lust am Aufschwung zu vermitteln".

Aus seiner Sicht hätten sich ÖVP-Obmann Wolfgang Schüssel und Generalsekretär Reinhold Lopatka "am meisten gefreut". "Sie sind die Hauptnutznießer. Man diskutiert jetzt über die Schwächen Gusenbauers, nicht über die Schwächen Schüssels."

Gusenbauer bleibt nach Meinung des Politologen "so lange als Kanzlerkandidat, so lange sich keine Alternative abzeichnet". Eine Alternative wäre Wiens Bürgermeister Michael Häupl - "bloß er will nicht". Eine andere wäre Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, die "will noch nicht". (APA)

Share if you care.