Unaxis saniert Chipsparte

5. Dezember 2004, 15:34
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Abbau von 500 Arbeitsplätzen geplant - Konzernchef Heinz Kundert geht

Der Schweizer Technologiekonzern Unaxis hat umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen für seinen Halbleiterbereich angekündigt. Im Zuge der geplanten Sanierung komme es zu einem schrittweisen Abbau von weltweit bis zu 500 Arbeitsplätzen, davon 400 in der Schweiz und Liechtenstein, teilte Unaxis heute, Dienstag, mit. Gleichzeitig sollen aber durch den Produktionsaufbau des Segments Assembly & Packaging in Asien rund 200 neue Stellen geschaffen werden.

In Zukunft will sich Unaxis nach eigenen Angaben verstärkt auf den ertrags- und wachstumsstarken Bereich Dünnschicht- und Vakuumtechnologie konzentrieren. Das Segment Semiconductor Equipment soll zu einem eigenständigen und profitablen Halbleiterausrüster entwickelt werden. Der defizitäre Display-Bereich soll nach der Restrukturierung fusioniert oder verkauft werden. Aufgrund der schwachen Geschäftsentwicklung vor allem in der Sparte Display Technology nahm Konzernchef Heinz Kundert seinen Hut und trat mit sofortiger Wirkung zurück. Die Nachfolge übernahm vorerst Verwaltungsratsmitglied Harald Eggers.

Die Umstrukturierung wird den Konzern nach eigenen Angaben 200 Mio. (132,3 Mio. Euro) bis 300 Mio. Franken (198,4 Mio. Euro) kosten. Für das Geschäftsjahr 2004 rechnet Unaxis mit einem nur leicht positiven Betriebsergebnis. Im Geschäftsjahr 2005 soll der Umsatz rund 1,8 Mrd. Franken (1,2 Mrd. Euro) betragen, das Betriebsergebnis bei rund 100 Mio. Franken (66,1 Mio. Euro) liegen. Bis 2007 werden ein durchschnittliches internes Wachstum von fünf Prozent und eine EBIT-Marge von mehr als zehn Prozent erwartet. Auch ergänzendes externes Wachstum sei nicht ausgeschlossen, hieß es bei Unaxis. (pte)

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