Autonomie-Referendum im Osten der Ukraine verschoben

1. Dezember 2004, 13:09
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Mit Hinweis auf gesetzliche Bestimmung über rechtzeitige Information der Bevölkerung

Donezk - Das für Sonntag geplante Referendum über eine Autonomieregelung für die ostukrainische Region Donezk ist vorerst verschoben worden. Gouverneur Anatolij Blisnjuk betonte am Dienstag aber, die Volksabstimmung werde zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Als Grund für die Verschiebung zitierte er aus einer gesetzlichen Bestimmung, wonach die Bevölkerung ein Monat vor einem Referendum davon in Kenntnis gesetzt werden muss.

Die Regionalversammlung von Donezk hatte die Abstimmung am vergangenen Sonntag mit der Frist von nur einer Woche anberaumt. Blisnjuk betonte, die Industrieregion suche keine völlige Autonomie, sondern wolle lediglich eine eigenständige Republik innerhalb der Ukraine sein. Genauere Details nannte er nicht. Die Entscheidung, das Referendum abzuhalten, hat vielerorts Befürchtungen ausgelöst, der Osten der Ukraine könnte sich abspalten und möglicherweise mit Russland zusammenschließen. (APA/AP)

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