So schaut gendern aus

20. Dezember 2004, 11:56
posten

Die Wiener Theaterreform lässt Frauen nur peripher ans Ruder - ein Weblog

"Theaterreform genderspezifisch" - unter diesem unfreiwillig sarkastischem Motto läuft derzeit eine Diskussion im Kosmostheater. Dabei richtet sich das Augenmerk in erster Linie auf die Verteilung der künstlerischen Spitzenpositionen, die 16 Männer zu drei Frauen beträgt.

Im Einzelnen schaut die Umsetzung des Gendermainstreaming nun folgenderweise aus:

  • Im Tanzbereich werden neun Freie Gruppen bedacht. Davon sind acht leitende Choreografen männlichen und eine weiblichen Geschlechts.

  • Im Musiktheater werden vier Gruppen gefördert. Vier künstlerische Leiter sind männlichen, keine ist weiblichen Geschlechts.

  • Im Sprechtheater wird eine freie Gruppe gefördert: die künstlerische Leitung ist männlich besetzt.

  • Ein interkulturelles Autorenprojekt wird gefördert: die künstlerische Leitung ist männlich besetzt.

  • Förderung spartenübergreifender Arbeit: zwei Gruppen, beide künstlerischen Leiter sind Männer.

    Den gesamten Bericht finden Sie unter Kosmostheater. (red)

    Share if you care.