Volleyball: hotVolleys bei Sofia als leichter Favorit

1. Dezember 2004, 18:59
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Sieg über Service - Wiener in CL-Statistiken top - Tirol unter Siegzwang - Zanini: "Zeit, Großes zu leisten, ist gekommen"

Wien - Die Aon hotVolleys gastieren am Mittwoch (16:30 Uhr/live TW1) wieder einmal bei der launischen Diva der Volleyball-Champions-League. Lewski Sofia ist schon zum fünften Mal in den vergangenen sechs Saisonen Gegner der Wiener, drei der vier Begegnungen in Bulgarien gingen an die Gastgeber. Diesmal kommen die unbesiegten hotVolleys als Leader der Gruppe B und daher als leichter Favorit, Sofia ist mit nur einem Sieg Letzter. In Pool C steht Tirol daheim gegen SCC Berlin vor einem Muss-Sieg (20:15/live TW1).

Die bisherigen Leistungen der hotVolleys bei den Heim-Erfolgen gegen Jastrzebski (3:1), Novi Sad (3:2) und bei Panathinaikos Athen (3:2) schlagen sich auch in der Champions-League-Statistik nieder. Imposant sieht es bei der Annahme aus, der Russe Alexej Sanko führt mit einer Effizienz von 63,89 Prozent. Zudem ist der finnische Libero Jussi Heino Sechster (53,49) und der Kroate Roko Sikiric Zwölfter (47,37). Dessen Landsmann Darko Antunovic liegt bei den Angreifern mit 58 Punkten voran, bei den Scorern ist er Zweiter (69.).

In der Service-Statistik rangiert Kapitän Gerald Reiser als bester hotVolley-Spieler freilich nur an 28. Stelle, was die Favoritenrolle seines Teams in der bulgarischen Hauptstadt ein bisschen relativiert. Denn beim Service liegt diesmal der Schlüssel zum Erfolg. hotVolleys-Manager Peter Kleinmann: "Lewski hat mit seinem Service ein Problem. Wir müssen mit dem Sprung-Service aber Druck erzeugen, damit ihr guter Angriff entschärft wird." Ein starker Block und eine gute Verteidigung sollen Sofia den Rest geben.

Bulgaren unter Zugzwang

Im bisherigen Saison-Verlauf wurden die Osteuropäer ihrem Ruf der Wankelmütigkeit gerecht, einen überraschenden 3:2-Erfolg bei Novi Sad folgte ein 0:3 daheim gegen Jastrzebski. Nach dem jüngsten 0:3 in Athen stehen die Bulgaren unter Zugzwang, was sie wiederum gefährlich macht. In ihrem Kader findet sich kein einziger Legionär, im Vergleich zum Vorjahr spielen sie fast unverändert. Nur Sofias Aufspieler war in der vergangenen Saison wegen einer Verletzung nicht dabei.

Tirol unter Druck

Hypo Tirol steht gegen Berlin unter enormen Druck, bei der vierten Niederlage im vierten Spiel wäre der fünfte Gruppenplatz und damit der Verlust eines von Österreichs zwei Champions-League-Plätzen kaum noch zu vermeiden. Zuletzt beeindruckten die Deutschen mit einem 3:2 gegen Sisley Trevsio. Klub-Manager Hannes Kronthaler ist freilich nur zum Teil beeindruckt: "Sie haben auch gegen Tours 2:0 geführt, sind auswärts aber schwächer. Außerdem fehlt den Deutschen im Volleyball die Sieger-Mentalität. Schon 2000 haben wir Düren ausgeschaltet."

Die Berliner sind freilich um einiges stärker als ihre Landsleute damals im CEV-Cup, zudem müssen die Innsbrucker ihr Potenzial abrufen. Kronthaler: "Nur gegen Almeria hat's nicht geklappt. Aber gegen die hotVolleys haben wir unser Team auch hingebracht. Außerdem ist Bartoletti wieder in Form und auch Popow schon integriert." Mittelblocker Julius Sabo fällt aus, der Slowake erlitt einen Außenband-Einriss im Knöchel. Coach Emanuele Zanini ist trotzdem optimistisch: "Die Zeit, Großes zu leisten, ist gekommen." (APA)

GRUPPE B:

  • Jastrzebie Wegiel - Panathinaikos Athen 3:1 (-23,21,20,17)

    Tabelle:

     1. Aon hotVolleys        3   3  0  6
     2. Panathinaikos Athen   4   2  2  6
     3. Jastrzebie Wegiel     4   2  2  6
     4. Vojvodina Novi Sad    4   1  3  5
     5. Lewski Sofia          3   1  2  4
    

    Mittwoch (16:30 Uhr/live TW1): Lewski Sofia - Aon hotVolleys

    GRUPPE C:

  • Sisley Treviso - Tours VB 3:1 (20,-23,21,19)

    Tabelle:

     1. Sisley Treviso        4   3  1   7
     2. Tours VB              4   3  1   7
     3. Unicaja Almeria       4   2  2   6
     4. SCC Berlin            3   1  2   4
     5. Hypo Tirol Innsbruck  3   0  3   3
    

    Mittwoch (20:15 Uhr/live TW1): Hypo Tirol - SCC Berlin

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