EU ruft zur Hilfe für Palästinenser auf

1. Dezember 2004, 15:42
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"Neue Richtung einschlagen" - Solana und Ferrero-Waldner bei EUROMED-Tagung in Den Haag

Den Haag - Die Europäische Union hat die arabischen Staaten zu verstärkter Hilfe für die Palästinenser aufgerufen. Bei einem Außenministertreffen der EU mit Partnerstaaten aus dem Mittelmeerraum am Dienstag in Den Haag sagte der außenpolitische EU-Beauftragte Javier Solana: "Wir alle müssen dem palästinensischen Volk helfen, erfolgreich eine neue Richtung einzuschlagen." Eine Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Arabern, insbesondere den Palästinensern könne und dürfe nicht länger blockiert werden.

Auch die EU-Kommissarin für Außenbeziehungen, Benita Ferrero-Waldner, forderte an die Adresse der arabischen Staaten gewandt mehr Unterstützung für die Palästinenser. Sie äußerte sich zuversichtlich: "Alle haben verstanden, dass es sehr schwierig wird, wenn wir den Palästinensern nicht zur Seite stehen", sagte sie. Ferrero-Waldner sieht den Nahen Osten wenige Wochen vor der Wahl eines Nachfolgers für den Mitte November verstorbenen Präsidenten Yasser Arafat in einer "Aufbruchstimmung".

An dem Treffen in Den Haag, der so genannten EUROMED-Partnerschaft, beteiligen sich Vertreter aller 25 EU-Staaten, Israels, der Türkei und von acht arabischen Staaten. Libyen nimmt noch als Beobachter teil, doch stellte Solana eine uneingeschränkte Zugehörigkeit zur Partnerschaft in Aussicht. (APA/dpa)

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