Justiz vermutet Drogengelder in Pleite-Fluggesellschaft Air Holland

1. Dezember 2004, 09:26
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Millionenbeträge "gewaschen"

Die bankrotte Fluggesellschaft Air Holland hat nach Erkenntnissen der niederländischen Justiz jahrelang mit Einnahmen aus dem illegalen Drogenhandel operiert. Auf dem Weg der Geldwäsche sollen Millionenbeträge aus dem Kokainschmuggel von den Niederlanden über Großbritannien und Luxemburg in die Gesellschaft geflossen sein, bestätigte ein Sprecher der Justiz am Dienstag in Rotterdam. Ein Teil der "gewaschenen" 25 Millionen Euro sei auch in Restaurants und eine Druckerei investiert worden.

Sechs Verdächtige sind nach Darstellung des Sprechers im Oktober und November festgenommen worden. Ein siebenter Niederländer, der bei der Operation eine Schlüsselstellung eingenommen habe, sitze derzeit in einem Gefängnis in Brasilien. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen seien 600 Kilo Kokain beschlagnahmt worden, teilte die Justiz mit. (APA/dpa)

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