E-Mail als Kommunikationsform in Korea out

7. Dezember 2004, 10:18
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Nur formale Schreiben werden derart verfasst - Junge AnwenderInnen setzen auf andere Mittel

Südkorea gilt als Trendsetter der neuen Technologien: egal ob Kamerahandys mit Megapixelauflösung oder andere elektronische Gadgets in Korea findet man/frau sie zuerst. Nun lässt sich ein weiterer Trend erkennen, der schon bald auch andere Länder einholen wird - das Ende der E-Mail-Kommunikation scheint eingeläutet.

E-Mail gerät immer mehr ins Hintertreffen

Die Ära der E-Mail-Kommunikation scheint beendet - zumindest in Korea. Wie Experten melden, wird das Mail nur noch für formale Kommunikation und da vorwiegend von älteren UserInnen verwendet. Junge AnwenderInnen haben sich längst schnellere Kommunikationsmittel erschlossen: so steigt der Einsatz von Instant Messenger-Kommunikation oder auch Mini-Homepages - so genannte "One-Man Media - und auch von SMS stetig an - auf Kosten des klassischen E-Mail-Verkehrs.

"Altes, formales Kommunikationsmittel"

Die koreanischen Teenager sehen im E-Mail ein "altes und formales Kommunikationsmittel", dessen Zeit abgelaufen ist, so ein Bericht von Biz/Tech. So wird etwa ein Student zitiert, der meint, dass er Mails nur noch an wesentlich ältere Personen schicken würde und als Benachrichtigungsmedium für Nachrichten von eingehenden Anrufen am Mobiltelefon nutzen würde. Eine Umfrage an der koreanischen Chungbuk University ergab, dass mehr als zwei Drittel der Studenten E-Mail gar nicht oder nur selten nutzen würden.(red)

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