Olympia und Wahlen bescheren US-Werbemarkt Wachstum

7. Februar 2005, 16:14
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Werbeausgaben steigen um zehn Prozent auf 102,4 Milliarden Dollar

Die Olympischen Sommerspiele in Athen und der Wahlkampf haben die Werbeausgaben in den USA 2004 deutlich steigen lassen. Die Werbeinvestitionen in den neun Monaten bis September in den klassischen Medien lagen um 10,3 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, nämlich bei 102,4 Milliarden Dollar.

Zu diesem Ergebnis kommt der US-Marktforscher TNS Media Intelligence/CMR in einem aktuellen Bericht. Demnach brachten die Olympischen Spiele in Athen den klassischen US-Medien Werbeausgaben in der Höhe von 1,55 Milliarden Dollar, um 255 Millionen Dollar mehr als bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney. Für politische Werbung wurden insgesamt 765 Millionen Dollar ausgegeben.

14 Prozent Wachstum bei Network TV

Die Werbeausgaben im Network TV (terrestrisches Fernsehen) wuchsen um 14 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar. Kabelfernsehen steigerte die Einnahmen aus Werbung um 16 Prozent auf 10,5 Milliarden Dollar. Von den Olympischen Spielen profitierte vor allem Network TV: 1,17 Milliaden Dollar der insgesamt 1,55 Milliarden Dollar flossen in Werbung auf den landesweiten terrestrischen TV-Stationen. Lokale TV-Stationen konnten immerhin 285 Millionen Dollar aus Olympia für sich abzweigen, während laut TNS Media Intelligence/ CMR im Kabelfernsehen nur 93 Millionen Dollar investiert wurden.

Werbeausgaben in lokalen Zeitungen

Die Werbeausgaben in den lokalen Zeitungen machen in den USA den größten Teil der Werbeausgaben aus, nämlich 17,75 Milliarden Dollar (plus 6,6 Prozent). Die landesweiten Zeitungen erzielten Werbeeinnahmen von 2,45 Milliarden Dollar (plus 9,7 Prozent). Magazine und Zeitschriften steigerten ihre Werbeeinnahmen um zehn Prozent auf 14,9 Milliarden Dollar.

Politische Werbung für 767 Millionen Dollar

Für politische Werbung im Zuge des US-Wahlkampfes wurden insgesamt 767 Millionen Dollar ausgegeben. Davon fielen laut TNS Media Intelligence/ CMR 145,5 Millionen Dollar auf die Bush/Cheney-Kampagne und 105,3 Millionen Dollar auf die Kampagne von Kerry/Edwards. Pro-republikanische Gruppen haben zusätzlich 10,9 Millionen Dollar ausgegeben, während pro-demokratische Gruppen 148,5 Millionen Dollar investierten. Insgesamt wurden damit auf republikanischer Seite 156,4 Millionen Dollar und auf demokratischer Seite 253,8 Millionen Dollar für Wahlwerbung ausgegeben. Politische Interessengruppen haben noch einmal 356,8 Millionen Dollar in Werbung investiert. Bis zum Jahresende rechnet TNS Media Intelligence/ CMR mit Ausgaben für politische Werbung in der Höhe von insgesamt 1,45 Milliarden Dollar. (pte)

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