Kein erhöhtes Hirntumorrisiko durch Handy-Nutzung

3. Dezember 2004, 21:18
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Schwedische Studie zeigt, dass, entgegen internationalen Gerüch­ten, die Hirntumorrate stabil ist oder sogar leicht zurückgeht

Wien/Stockholm - Das Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken, wird durch die Verwendung eines Mobiltelefons nicht erhöht - und zwar unabhängig von der Dauer und Häufigkeit der Handynutzung. Dies ist das Ergebnis einer am Institut für Umweltmedizin (IMM) des schwedischen Karolinska Institutet durchgeführten Studie, berichtete am Dienstag das Forum Mobilkommunikation (FMK), die Brancheninitiative aller heimischer Mobilfunkbetreiber.

Für die Untersuchung im Rahmen einer Doktorarbeit wurden 644 Hirntumorpatienten mit 674 Kontrollpatienten verglichen. Gleichzeitig sollte auch die Häufigkeitsentwicklung dieser Krankheit in den vergangenen Jahrzehnten in Skandinavien eruiert werden. In den späten siebziger und frühen achtziger Jahren wurde dabei eine Erhöhung beobachtet. Seit Einführung der Mobiltelefonie sei die Hirntumorrate jedoch stabil oder gehe sogar leicht zurück.

Bestätigende Studien erforderlich

Laut Institut für Umweltmedizin (IMM) müssten die vorliegenden Ergebnisse noch durch zusätzliche Studien bestätigt werden, bevor gesicherte Schlussfolgerungen gezogen werden könnten. Für den Geschäftsführer des Forum Mobilkommunikation, Thomas Barmüller, bestätigt aber dieser Befund den Trend des aktuellen Standes der Forschung, der von keiner Auswirkung schwacher elektromagnetischer Felder des Mobilfunks auf das Tumorgeschehen ausgeht. (APA)

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